Genoss_innen aus Wilhelmshaven haben letzte Woche einen Artikel verfasst, der auch für Oldenburg von Relevanz ist. Der Oberbürgermeisterkandidat der AfD, Jaroslaw Poljak hat letzte Woche Donnerstag in einem Interview mit der Wilhelmshavener Zeitung und dem Radio Jade bekannt gemacht, dass er als Entscheider beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BaMF) tätig ist. Da Poljak in Delmenhorst lebt, ist es sehr wahrscheinlich das er seine Tätigkeit als Entscheider in der BaMF Außenstelle, im Kloster Blankenburg, ausübt. Den Artikel der WILHELMSHAVENER WANDERFREUND*INNEN haben wir euch hier kopiert. Spoiler alert, wir schließen uns der Forderung an, dass Jaroslaw Poljak aus seiner Position des Entscheiders enthoben wird.
Category Archives: Allgemein
NSU 2.0 erreicht Oldenburg
Die Frankfurter Anwältin Seda Başay-Yıldız, Opfervertreterin gegen den NSU, hat im letzten Jahr zwei Drohbriefe mit Morddrohungen und übelsten rassistischen Beleidigungen gegen sie und engste Familienangehörigen aus dem rechtsradikalen Spektrum erhalten. Die Briefe wurden mit ‚NSU 2.0‘ unterzeichnet. Dabei wurde im zweiten Drohberief Bezug auf die bereits stattgefundenen Suspendierungen von Polizeibeamt*innen genommen. Laut TAZ heißt es darin: „Dir hirntoten Scheißdöner ist offensichtlich nicht bewusst, was du unseren Polizeikollegen angetan hast!“.
Hinter NSU 2.0 verbirgt sich eine rechtsradikale Gruppe, die in enger Zusammenarbeit mit Teilen der hessischen Polizei die Daten von Başay-Yıldız erlangte. Der ganze, längst noch ungeklärte Fall erreichte bundesweite Relevanz. Es drängt sich die Frage nach einem rechtsradikalen Netzwerk in der Polizei auf.
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Repressions Nachwehen des AfD Parteitags
Am 24.01.2019 wird der Prozess gegen eine Aktivistin geführt. Nicht nur das gewaltsame Vorgehen der Polizei, auch der Prozess sind ein Einschüchterungsversuch gegen antifaschistisches Engagement.
Deswegen kommt alle um 10:30 Uhr zum Amtsgericht Oldenburg in der Elisabethstraße 6.
Anreise NoNPOG Hannover am 08.12.18
Jetzt oder nie, Niedersächsisches Polizeigesetz stoppen.
Der Gesetztesentwurf den CDU und SPD durch den Landtag bringen wollen, ist nicht hinzunehmen. Dieser stellt einen verhängnisvollen Umbruch für die Aufgaben der Polizei dar. Die Verwischung der Grenzen zwischen polizeilicher und nachrichtendienstlicher Tätigkeiten stellt die Gewaltenteilung infrage.
Deshalb gibt es eine zweite Großdemonstration am 08.12.2018 um 13 Uhr in Hannover. Zur gemeinsamen Anreise treffen wir uns um 10:15 Uhr in der Bahnhofsvorhalle (Süd) des Hbf Oldenburg.
Sei dabei!
Gemeinsam auf die Straße gegen eine autoritäre Gesellschaft und ihren im Kontrollwahn kollektiv überwachenden und kriminalisierenden Staat.
#NoNPOG
Gemeinsame Zuganreise zur Demo nach Bremerhaven
An diesem Samstag, den 10.11.2018, ruft ein breites Bündnis zur Demonstration gegen die Neonazistrukturen in Bremerhaven auf. Die Neonazis, organisiert im Landesverband Bremen der Partei „Die Rechte“, sind verantwortlich für Bedrohungen und körperlichen Übergriffen gegen Personen und Gruppen, die nicht in ihr neonazistisches Weltbild passen.
Daher wollen wir zusammen von Oldenburg aus nach Bremerhaven fahren. Wir treffen uns dazu pünktlich um 8:50 Uhr vor dem Eingang des Hauptbahnhof Süd, um dann gemeinsam den Zug Richtung Bremerhaven zu nehmen.
Falls ihr noch mehr Hintergrundinformationen zu den Neonazis in Bremerhaven im Vorfeld haben wollt, empfehlen wir euch diesen Hintergrundartikel:
Wilhelmshaven mal wieder – diesmal mit angeblicher AfD-“Großdemonstration“
An diesem Samstag, den 06.10.2018 um 14 Uhr auf dem Valoisplatz in Wilhelmshaven, kündigt die AfD eine sogenannte „Großdemonstration“ an. Neben den üblichen rassistischen Hetzredner_innen aus Wilhelmshaven will auch ein Redner aus der Region Oldenburg/Ammerland, nämlich der Edewechter AfD-Landtagsabgeordneter Jens Ahrends, das Wort ergreifen. Aber auch die Landesvorsitzende der AfD Niedersachsen, Dana Guth, hat sich angekündigt. Bei dieser Partei und der Auswahl an Redner_innen sind rassistische und nationalistische Hetzreden vorprogrammiert.
Um dieser menschenverachtenden Veranstaltung etwas entgegensetzen und Protesten vor Ort anschließen zu können, wollen wir uns am Samstag pünktlich um 11:15 Uhr auf der Südseite des Oldenburger Hauptbahnhofs mit euch treffen, um dann mit dem Zug nach Wilhelmshaven zu fahren.
Aufruf der Gruppe „Gemeinsam gegen Faschismus!“
Dem neofaschistischen Kreis in Oldenburg entgegentreten!
Die Vereinigung Alter Burschenschaften Oldenburg (VAB) will am Donnerstag den 11.10.2018 um 18:00 die Veranstaltung „Martin Luther: Der politische Mensch“ im Berliner Zimmer in der Roggemannstr. 31 abhalten. Das Berliner Zimmer wird von der, in Oldenburg nicht unbekannten, nationalsozialistischen Holocaustleugnerin Imke Barnstedt betrieben. Barnstedt ist nun schon seit einigen Jahrzehnten in der Neonaziszene aktiv und war Mitglied verschiedener, teilweise verbotener Gruppen wie der „Bauernhilfe e.V.“. So war sie erst kürzlich auf einer Kundgebung der AfD in Hamburg mit dem Titel „Merkel muss Weg“ oder am 10. Mai auf der Neonazi-Demo „Freiheit für Ursula Haverbeck“, auf der die Freilassung der mehrfach Verurteilten Holocaustleugnerin Haverbeck gefordert wurde.
Offensichtlich ist dies für VAB kein Problem, was mit einem genaueren Blick auf den Vorstand nicht verwunderlich erscheint. Der Vorstand der VAB besteht aus Volker -F. Felmy und Thomas Hoyer, die beide gut in die „Neurechte“ Szene in Oldenburg vernetzt und integriert sind. Neben Barnstedt halten beide Kontakt zu Gerhard Vierfuß. Vierfuß ist ehemaliges Vorstandsmitglied des Kreisverbands Oldenburg / Ammerland der AfD, Vorstand des Oldenburger Kreis und arbeitet für die Identitäre Bewegung und Lars Steinke (AfD) als Anwalt. Seine Tätigkeiten als Anwalt für Faschisten und Menschenfeinde übt er in der Kanzlei von Volker Felmy aus. Felmy war in der schlagenden Burschenschaft Redaria-Allemannia Rostock aktiv die im Mai 2013 auf dem Burschentag einen Herkunftsnachweis der beitretenden Studenten forderte. Die Presse bezeichnete dies zu Recht als „Arier-Nachweis“, denn die Anwärter dieser antifeministischen Männerbünde sollten in die Kategorien „deutsch“, „abendländisch-europäisch“ und „nicht-abendländisch-europäisch“ eingeteilt werden. Thomas Hoyer (Schriftführer der VAB), der ebenfalls seine Studentenzeit in einer Burschenschaft verbracht hat, kandidierte für die AfD während der Kommunalwahl 2016 zusammen mit Gerhard Vierfuß für den Stadtrat in Oldenburg.
Neben den vorgestellten Gestalten ist das Thema der Veranstaltung ebenfalls unerträglich. Der Antisemit, Sexist und Rassist Martin Luther wird im Berliner Zimmer sicher nicht kritisch betrachtet, sondern seine Aussagen werden in diesem Kreis auf breite Zustimmung treffen.
Wir sehen also, dass sich mit der Veranstaltung in dem Berliner Zimmer das Who is Who der antifeministischen, antisemitischen, rassistischen Gruppen, Organisationen und Einzelpersonen Oldenburgs trifft.
Dieser Vernetzung muss etwas entgegengesetzt werden! Daher treffen wir uns am 11.10.2018 um 17 Uhr auf dem Cäcilienplatz hinter dem Staatstheater, um unseren Protest laut und kraftvoll den Neofaschist_innen entgegen zu tragen. Bringt eure Freund_innen mit! Gemeinsam gegen Faschismus!
Solidaritätsbekundung des Offenen Antifaschistischen Treffs mit den Betroffenen der gefälschten AfD-Ehrenurkunden
Vor etwa einem Jahr wurde an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg von der Fachschaft Philosophie die Veranstaltung „Ideologie in schwarz-weiss. Zur Kritik des Antirassismus“ organisiert. Ungefähr 80 Personen besuchten den im Vorfeld kontrovers diskutierten Vortrag von Clemens Nachtmann. 2 der Besucherinnen des Vortrags (Feministinnen und Nutzerinnen des Alhambras) bekamen am 10. März 2017 gefälschte AfD-Ehrenurkunden an ihre Privatadressen gesendet, in welchem sie für ihr Interesse an der Veranstaltung und ihr langjähriges Engagement gegen die „Islamisierung des Abendlandes“ gelobt werden. In diesen Drohbriefen ist die Formulierung „Sehr geehrte Frau x, wir sind bereits vor einiger Zeit auf Sie aufmerksam geworden“ zu finden. Dies, sowie die Zustellung auf den Klarnamen zeugen von der Intention die betroffenen Personen einem Szenario der Angst und Bedrohung auszusetzen. Die betroffenen Personen waren zu keinem Zeitpunkt in die Organisation oder Planung des Vortrags involviert. Den Täter_innen reichte die Anwesenheit auf dem Vortrag aus, um den Betroffenen eine vermeintliche politische Nähe zu dem Vortragenden zu unterstellen. Diese Interpretation war Anlass genug, die Betroffenen durch das Zusenden von gefälschten AfD-Ehrenurkunden im privaten Schutzraum zu bedrohen. Unabhängig davon, ob die Thesen des Vortragenden zu kritisieren sind, und egal mit welcher Begründung diese Tat erfolgt ist, verurteilen wir dieses Vorgehen.
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NS-Verherrlichung stoppen – Die Rechten zu Boden!
Am Montag, den 16.07.2018 findet wieder der allmonatliche OAT in der Kneipe des Alhambras statt. Dieses Mal gibt es nicht nur das regelmäßige Plenum, sondern wir werden auch Genoss*innen vom Bündnis NS-Verherlichung stoppen zu Gast haben. Die Berliner Genoss*innen werden uns Informationen zum geplanten Gegenprotest gegen den Rudolf Heß-Marsch am 18. August in Berlin – Spandau mitbringen.
Papenburg – der AfD den Tag vermiesen
Am kommenden Sonntag, den 10.06.2018, ruft die AfD und der Frauenmarsch Niedersachsen in Papenburg zu einer Demo gegen den Bau einer Moschee des Ditib-Dachverbandes auf. Bei der Ditib handelt es sich um einen Verein, der unter direkter Kontrolle des Präsidiums für religiöse Angelegenheiten der Türkei steht und damit als verlängerter Arm des faschistischen AKP Regime dient. Diesen Sachverhalt gilt es klar zu kritisieren. Die AfD jedoch wird keine konstruktive Kritik an die Ditib oder den türkischen Staat richten. Stattdessen wird sie versuchen ihre rassistische Agenda weiter in die Gesellschaft zu tragen. Deshalb rufen wir dazu auf sich an den Gegenprotesten zu beteiligen.
Wir treffen uns am Sonntag, den 10.06.2018 um 11:15 am Südeingang des Oldenburger Hbf um von da aus gemeinsam nach Papenburg zu fahren.
Keinen Millimeter den Faschisten, egal ob AfD oder AKP!