#FreeLina – Wir sind alle LinX!

Gestern begann der Prozess gegen Lina, welcher vorgeworfen wird, Kopf einer „kriminellen Vereinigung“ gewesen zu sein und weitere Genoss*innen, welche antifaschistischen Selbstschutz gegen Faschos betrieben haben sollen.

Wir solidarisieren uns mit Lina und allen beschuldigten Antifaschist*innen!

Bullen/Faschos: Soko LinX

Der Staat bemüht sich damit mal wieder als Steigbügelhalter der ohnehin eskalierenden Faschisierung der Gesellschaft. Während sich seit Jahren im Täterstaat Deutschland rechtsextreme ungehindert in Polizei, Bundeswehr, Parteien, Vereinen etc. vernetzen, hunderte Grundstücke auf dem Land für eine völkische Parallelgesellschaften aufkaufen und Journalist*innen auf offener Straße angreifen, halten es die Repressionsbehörden für wichtig, den oft existenziellen antifaschistischen Widerstand gegen militante Neonazis als „kriminell“ zu verfolgen.

Schon seit der Gründung der desaströs und immer wieder rechtswidrig arbeitenden „Soko LinX“ (was aus einem Wahlkampfmanöver der mit Faschos durchsetzten CDU resultierte), ist klar, dass es sich bei dem Verfahren gegen die Antifaschist*innen um den dringenden politischen Willen handelt, nun endlich einen großen Fisch an Land zu ziehen.

Das Solidaritätsbündnis Antifa Ost merkt dazu an:

Auf Drängen der Soko LinX ist Lina seit nunmehr über neun Monaten in Untersuchungshaft, obwohl eigentlich keine validen U-Haft-Gründe gegeben sind. Völlig normale Umstände wie erspartes Bargeld oder eine Anmietung der Wohnung durch die Eltern sowie die eigene Unfähigkeit bei Observationen werden der Beschuldigten als Verdunklungsgefahr und Klandestinität ausgelegt. Nach der selbstbezüglichen Logik der Behörden wurde durch den Hubschrauber-Flug nach Karlsruhe das Bild einer Terroristin bewusst produziert, um durch eben jenes im Anschluss die Untersuchungshaft zu rechtfertigen.

(…)

Angesichts der Vorwürfe erscheint es nach rechtsstaatlichen Standards bereits fragwürdig, überhaupt derart tief in die Privatsphäre der Beschuldigten einzudringen, Telefone abzuhören und Fahrzeuge zu verwanzen. Dass aber während laufender Ermittlungen, während noch die Unschuldsvermutung gilt, bestimmte Gesprächsinhalte aus Abhörprotokollen gezielt an die Presse gegeben wurden, ist überaus besorgniserregend. Dass diese dabei völlig aus dem Kontext gerissen wurden, um die Botschaft der Ermittlungsbehörden zu untermalen, passt leider in dieses Bild.

Was ebenfalls bekannt wurde ist, dass die „Soko LinX“ mit militanten Neonazis aus dem Umfeld von Enrico Böhm (ja, dem Enrico Böhm!) zusammenarbeitet, um auf Biegen und Brechen vermeintliche Beweise gegen Lina und die anderen Antifas vorzulegen. Es wird immer wieder aufs Neue klar: die Polizei ist Teil des Problems. Mit einem „gerechten“ Verfahren kann schon seit 2018 nicht mehr gerechnet werden.

Deshalb sagen wir: Free Lina – Antifa heißt Angriff auf diesen Bullenstaat!

 

 

Querdenken den Tag verderben! – Gegen die Mobilisierung von Verschwörungsgläubigen in Oldenburg

Am Samstag den 04.09. ab will Querdenken441 die nächste Veranstaltung in Oldenburg abhalten. Die Veranstaltung soll mit einer Kundgebung auf dem Rathausmarkt um 16.30 beginnen, dann soll es einen Aufzug geben und anschließend eine Abschlusskundgebung auf dem Rathausmarkt um 18 Uhr.

Bei der letzten Veranstaltung der rechten Gruppierung kam es zu Übergriffen auf Pressevertreter*innen und Gegendemonstrant*innen. Ein weiteres Beispiel dafür, dass auch Querdenken441 sich zunehmend radikalisiert.
Obwohl die Teilnehmer*innen immer weniger werden, auf der letzten Veranstaltung waren keine 50 Personen, versuchen sie erneut in Oldenburg zu mobilisieren.

Wir werden den Verschwörungsideolog*innen von Querdenken, der Partei dieBasis oder der AfD nicht die Straße überlassen!
Deswegen rufen wir auch dieses Mal dazu auf, den Aufzug und die Kundgebungen der Verschwörungsideolog*innen kritisch zu begleiten.

Kommt dafür ab 16 Uhr zum Rathausmarkt. Organisiert euch in Kleingruppen, tragt medizinische Masken, haltet Abstand und sammelt euch nicht in großen Pulks. Bringt Transpis und Plakate mit und kleidet euch zivil. Achtet darauf, mit wem ihr unterwegs seid und was ihr wann sagt. Staatsschutz und Zivis gab es bei den letzten Aktionen leider zuhauf. Macht außerdem keine Fotos und Videos von unserem Protest, um unsere Genoss*innen zu schützen. Da die Polizei, wie sich bei jeder bisherigen Protestaktion gezeigt hat, antifaschistischen Protest gerne verhindern und schikanieren möchte, ist es ratsam, mit mobilen Kleingruppen entlang der Route zu stören.

AfD zerlegen – Antifaschistischer Kaffee und Kuchen

 
Am Mittwochvormittag, 01.09.2021, versuchte die AfD Oldenburg, ihren Rassismus und ihr faschistoides Gedankengut in die Öffentlichkeit zu tragen.
Dafür bauten die Ratsfrau Lidia Bernhardt und der Soldat und Bundestagskandidat Andreas Paul, einen Stand am Rande des Wochenmarkts Eversten auf.
 
Spontan sammelte sich antifaschistischer Gegenprotest.
Wir nehmen den Sexismus, Rassismus, Antisemitismus, sowie die Queerfeindlichkeit und Antifeminismus der AfD nicht widerspruchlos hin. Wir haben uns sichtbar dagegengestellt.
Von Anfang an waren die Cops am Start.
Lautstarker Gegenprotest wurde von den Bullen unterbunden. Wieder einmal haben die Cops antifaschistische Arbeit erschwert und den beiden Faschos die Bühne bereitet. Diese Scheisze muss aufhören! – Am Rande, wir empfehlen den überforderten Streifencops eine Fortbildung zum Thema Versammlungsrecht.
 
Trotz bestem Wetter hatte kaum eine Person Interesse mit den Faschos zu sprechen. Ausnahme bildete eine Person aus dem antisemitischen „Querdenken“-Spektrum. Keine Überraschung. 
Deutlich haben wir gemerkt, dass die Menschen in Eversten keinen Bock auf die AfD haben. Aus diversen Autos und von Radfahrer*innen wurden die beiden von der AfD als das bezeichnet was sie sind: „Scheisz Nazis!“
Der antifaschistische Protest bekam viel Zuspruch und Dank von Vorbeikommenden. Ein Aufmerksamer Anwohner bot seine Badezimmer für eventuelle Toilettengänge an, um den Protest lange aufrecht erhalten zu können. Außerdem wurden wir von Anwohner*innen mit Kaffee, Muffins und Kuchen versorgt. Diese Unterstützung und Dank sind großartig. Danke für den Support und Zuspruch!
Der AfD sei gesagt: wir halten dagegen!

Torten gegen die Querfront – Gegen Wagenknecht, Lafontaine und ihre reaktionären Freund*innen!

Am Montag den 30.08.21 lädt die Linksfraktion Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine nach Oldenburg ein. Amira Mohamed Ali, die Vorsitzende der Linken im Bundestag und Abgeordnete aus Oldenburg soll ebenfalls dabei sein und schreibt auf ihrer Homepage, dass sie die Kundgebung nutzen wolle, um alle Kräfte der Partei zu mobilisieren. Offensichtlich ist sie also einverstanden mit der konservativen, nationalistischen, antifeministischen, queerfeindlichen und rassistischen Politik, die ihre Parteikolleg*innen Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine betreiben.
 
Die beiden initiierten 2018 mit „Aufstehen“ eine nationalistische Querfront Bewegung, deren Konsens unter anderem eine rassistische Positionierung gegen Geflüchtete war. In die Kampagne involviert war unter anderem Antisemit und Verschwörungsideologe Dieter Dehm.
Rassismus, Islamfeindlichkeit und Kritik an der Migrationspolitik, wie sie von der AfD kommen könnte, sind Standard bei Wagenknecht. 
Sie bekam und bekommt immer wieder Beifall von der AfD für ihre Äußerungen und auch Lafontaine macht kein Geheimnis daraus, dass er der AfD Wähler*innen abwerben will. Ihre Positionen sind außerdem anschlussfähig für Anhänger*innen der „Querdenken“ Bewegung, die ihn auch immer wieder hoch loben dafür.
 
Auch Sahra Wagenknecht versucht auch immer wieder mit z.B. antifeministischen Äußerungen die Zustimmung der Wähler*innenschaft der AfD zu bekommen. 
In ihrem Buch wettert sie unter anderem gegen Auseinandersetzungen mit geschlechtergerechter Sprache, Aktivist*innen von Fridays for Future, sie äußert sich biologistisch und verteidigt Transfeindlichkeit und verharmlost sexualisierte Gewalt.
 
Amira Mohamed Ali und auch der OB Kandidat der Linken Jonas Höpken sind sichtlich sehr begeistert über den Auftritt der beiden in Oldenburg.
Der OB Kandidat steht also hinter Wagenknecht und ihren rassistischen Positionierungen und ihrer Anbändelung mit Positionen der Querdenken Bewegung. Er zeigte sich auf Facebook sehr begeistert über ihren Besuch in Oldenburg. Sahra Wagenknecht ist wohl eher die Politikerin, die dafür sorgt, dass die Linke für viele unwählbar geworden ist.
 
Wir sagen: Keine rassistische Grenzpolitik unter vermeintlich linkem Deckmantel! Kein Bock auf Wagenknecht, Lafontaine und ihre Fans!
Wir rufen auf, sich Wagenknecht, Lafontaine und ihren Fans kritisch entgegen zu stellen. Kommt dafür am Montag um 17:30 Uhr auf den Pferdemarkt. Bitte tragt medizinische Masken und achtet darauf, Abstände einzuhalten. 

STOP THE RETURN! – Gegen die Demonstration von „Querdenken441“ am 14.08.21

Fehler im Bild. Demo findet am 14.08. und nicht 14.03. statt.

Aufruf übernommen von NIKA OL-WHV.

Nachdem seit über drei Monaten der Mob aus Antisemit*innen, Verschwörungsideolog*innen und Corona Rechten in Oldenburg keine Demonstrationen mehr auf die Beine gestellt hat und die hardcore Anhänger*innen jeden Mittwoch ihre peinliche Aktion auf dem Rathausmarkt veranstalten, versuchen sie sich nun wieder an der Massenmobilisierung. Kommenden Samstag, den 14.08.21 ab 14:00 Uhr will „Querdenken441“ einen Demoaufzug vom Schlossplatz aus durch Oldenburg abhalten. Wir halten weiter dagegen!

Neueste Studien zeigen, was Antifas schon lange öffentlich machen: „Die Coronapandemie bot für viele einen willkommen Anlass, antisemitische Positionen in die Öffentlichkeit zu tragen – sei es im Rahmen von Versammlungen, aber auch direkt an Jüdinnen_Juden adressiert“. Ob in Bezug auf Post-Shoa-Antisemitismus oder modernen Antisemitismus – „Querdenken441“ und seine Mitstreiter*innen bespielen seit über einem Jahr den Vernichtungs- und Verschwörungswahn deutscher Charaktermasken.

Mit der Bundestags- und Kommunalwahl versuchen nun die mobilisierbaren Deutschen mit Parteien wie „dieBasis“, ihre Verschwörungsideologien in die Parlamente zu bringen. Es ist davon auszugehen, dass Personen wie Werner Berends, Direktkandidat für die Bundestagswahl 2021, die kommende Demonstration als Wahlkampf nutzen werden. Rechte Strategien, die wir schon von der AfD und Pegida kennen.

Dabei ist bezeichnend, dass für die Demonstration zuerst in der Telegram Gruppe „DasSindWirOldenburg“ geworben wurde. Diese Gruppe ist vor allem ein Zusammenschluss aus Reichsbürger*innen, Verschwörungsgläubigen, Q-Anon-Anhänger*innen, Cornaleugner*innen, Holocaustleugner*innen und Neonazis. Die Genoss*innen der antifa.elf haben einen ausführlichen Artikel zu der Gruppe rausgebracht.

Deswegen: Stop the return! Wir überlassen nicht wieder dem antisemitischen Mob die Straße!

Organisiert euch in Kleingruppen, tragt medizinische Masken, haltet Abstand und sammelt euch nicht in großen Pulks. Bringt Transpis und Plakate mit und kleidet euch zivil. Achtet darauf, mit wem ihr unterwegs seid uns was ihr wann sagt. Staatsschutz und Zivis gab es bei den letzten Aktionen leider zuhauf. Macht außerdem keine Fotos und Videos von unserem Protest, um unsere Genoss*innen zu schützen. Da die Polizei, wie sich bei jeder bisherigen Protestaktion gezeigt hat, antifaschistischen Protest gerne verhindern und schikanieren möchte, ist es dieses Mal ratsam, sich nicht auf dem Schlossplatz zu sammeln, sondern in mobilen Kleingruppen entlang der Route zu stören.

Auf die Straße gegen Verschwörungserzählungen und rechte Krisenlösungen!

Kein Raum dem BDS – Nachbericht

Antifaschistischer Protest vor dem Eingang des AGO.

Heute, den 23.07.21 mobilisierten wir, der offene antifaschistische Treff (OAT), gegen die Infoveranstaltung des antisemitischen BDS im alten Gymnasium Oldenburg (AGO).

Während der Gegenprotest gut besucht war, sagte der BDS die Veranstaltung u.a. aufgrund technischer Probleme kurzfristig ab.

Danke an alle, die an unserem Protest teilgenommen haben. Wir sind solidarisch mit dem AGO, welches in den von der Stadt zugeteilten Veranstaltungsräumen Infomaterial gegen BDS und Antisemitismus verteilte!

Trotzdem gilt es weiterhin, Antisemitismus und Antizionismus entgegenzutreten.

Wir werden niemals aufhören, Antisemit*innen das Leben schwer zu machen!

 

Endlich wieder OAT!



Update 19.07.21

Angesichts der erneut rapide ansteigenden Corona-Fälle in Oldenburg, wird der OAT mit einem verschärften Hygienekonzept stattfinden.
Bitte testet euch vor dem OAT und tragt während der Veranstaltung eine medizinische Maske.
Wer keine Möglichkeit hat, sich vorher zu testen, kann vor Ort notfalls einen Schnelltest gegen Spende bekommen.
Bis später!


Du interessierst dich für antifaschistische Politik, suchst Räume, um dich zu vernetzen und dich zu organisieren, oder brauchst Ansprechpartner*innen?

Dann komm zum Offenen Antifaschistischen Treff (OAT)!
Der OAT soll ein Raum für alle Menschen sein, die sich mit dem Thema Antifaschismus auseinandersetzen wollen, Probleme mit Nazis haben, oder einfach in einer netten Runde über die alltägliche Scheiße in Kaltland quatschen wollen.

Durch die Corona Pandemie konnten wir uns seit über einem Jahr nicht mehr treffen. Viele jungen Menschen sind bei den Aktionen dazu gekommen. Jetzt ist es an der Zeit, sich kennen zu lernen und zu organisieren. Kommt am 19.07.21 um 19:30 Uhr ins Alhambra. Nach dem OAT-Plenum wollen wir unsere Veranstaltung mit einer gemütlichen Kneipe beenden.

Nicht willkommen sind Mackertum, Dominanzverhalten, selbstgefälliges Dozieren, Sexismus, Homo- und Transfeindlichkeit, (israelbezogener) Antisemitismus, Verschwörungsideologien, Rassismus und Nazis.

Antifakneipe am 24.06.21

Die Antifa Kneipe ist zurück!

Diesen Donnerstag, den 24.06.21 könnt ihr ab 19:00 Uhr ins Alhambra zur Kneipe kommen, euch vernetzten, coole Siebdruckmotive gegen Repressionskosten abstauben und euch mit Genoss*innen austauschen. Testet euch gerne vorher.

Davor findet außerdem von 15:00 Uhr bis 18:00 Uhr das antifaschistische Café Alibi statt.

Kommt vorbei. Wir freuen uns auf euch!

Solidarität mit der Rigaer 94 – Finger Weg von linken Freiräumen!

Wir solidarisieren uns mit der Rigaer 94 und allen linken Freiräumen, die von Räumung bedroht sind.

Die letzten Tage waren ein Kampf gegen die Schikanen des von Kapitalinteressen motivierten Staates, der für alle AZs, besetzten Häuser, kollektiv geführten Kneipen und sonstigen linksradikalen Freiräumen stets aufs Neue geführt werden muss. Die Rigaer 94 und alle Genoss*innen vor Ort mussten Polizeigewalt, Staatswillkür und neoliberale Senatspolitik über sich ergehen lassen. Gerade in den letzten Monaten zeigte sich der Staat gegenüber verschiedenen linken Projekten, unter anderem im symbolträchtigenn Berlin äußerst aggressiv.

So wurde letztes Jahr das Syndikat und das anarcha queerfeministische Haus Liebig 34 geräumt und mehrere selbstverwaltete Jugendzentren wie die Potse und der Drugstore sind aktuell ebenfalls bedroht.

Für uns steht fest: für eine linksradikale emanzipative Bewegung braucht es autonome Freiräume, die wir unermüdlich gegen Staat, Kapital, Faschos und dergleichen verteidigen müssen!

Jedes Projekt muss bleiben! Solidarität mit der Rigaer 94!